Katzen erziehen – geht das überhaupt?

Katze Erziehung

Katzen gelten als eigensinnig und daher nicht erziehbar. Dies ist eine weit verbreitete Meinung, die so nicht stimmt. Katzen sind intelligente Tiere, die uns häufig etwas voraus haben: Zeit und Ausdauer.

Bevor sie von uns erzogen werden, haben uns unsere Fellnasen um den Finger gewickelt und wir tun, was das liebe Tier von uns verlangt: z.B. nachts um 3 Uhr Aufstehen um das hungrig maunzende Kätzchen zu Füttern.

Also sollten wir doch lieber zuerst mit der Erziehung beginnen. Doch wie eine Katze erziehen? Nachfolgend ein paar Tipps.


Tipp Nr. 1: Ziele definieren – was ist erlaubt und was nicht

Wir müssen uns darüber klar werden, was die Katze darf und was nicht.

Konsequenz spielt bei der Erziehung von Katzen eine große Rolle. Heute so und morgen anders lässt sich immer schlecht vermitteln – ganz besonders einer Katze gegenüber.

 

Tipp Nr. 2: erwünschtes Verhalten belohnen

Wir neigen dazu, nur das Verhalten zu kommentieren, das wir schlecht finden. Meist mit lauten, unfreundlichen Worten.

Wenn wir Glück haben, wird die Katze das Verhalten in diesem Moment abbrechen, aber später wieder zeigen. Außerdem sind laute Worte oder gar Strafen für die Beziehung schädlich.

Indem wir aber das erwünschte Verhalten bemerken und freundlich kommentieren oder gar mit Leckerchen belohnen, wird die Katze dieses Verhalten in Zukunft häufiger zeigen. Z.B. loben wir die Katze dafür, dass sie am Kratzbaum kratzt und nicht am Sofa.

 

Tipp Nr. 3: Alternativen anbieten

Ich gehe einen Kompromiss ein: Die Katze darf nicht auf die Arbeitsplatte, statt dessen darf sie auf einen erhöht liegenden Platz in der Küche, von dem aus sie alles gut im Blick hat. Dort richte ich ihr ein Plätzchen bestehend aus Kissen oder Decke ein und belohne sie, wenn sie dort hinspringt. Ich habe dort eine XXL-Pizzaschachtel (ohne Pizza :-)) aufgestellt, die sehr gerne benutzt wird.

 Eine Belohnung kann alles sein, was die Katze gut findet. Das kann z.B. eine Streicheleinheit sein, ein Leckerchen oder einfach nur Zuwendung. Schon bald wird sich die Katze nur noch dort aufhalten.

 

Tipp Nr. 4: Katze hört auf ihren Namen

Katzen hören am besten auf zweisilbige Namen, die mit einem Vokal enden. Z.B. Bonnie. Aber auch mein Kater Clyde hört auf seinen Namen.

Damit die Katze auf ihren Namen hört, wird dieser immer in positiven Situationen verwendet. Z.B. wenn es Futter gibt, wird die Katze beim Namen gerufen. Auch beim Streicheln, Spielen und Schmusen wird der Name verwendet. Bis die Katze ihren Namen kennt, wird einige Zeit vergehen.

Wichtig: Der Name sollte jedoch nie im negativen Zusammenhang verwendet werden, z.B. wenn die Katze etwas angestellt hat und geschimpft wird. Und die Katze sollte niemals nur so zum Spaß gerufen werden. Die Katze wird ansonsten in Zukunft nicht mehr kommen.

 

Tipp Nr. 5: Worte und Gesten

Darf die Katze etwas nicht, ist es sinnvoll, hierfür ein prägnantes Wort zu verwenden, z.B. „Nein“ und dieses klar prägnant mit entsprechendem Nachdruck aussprechen. Eine Handbewegung hilft dabei, z.B. ein erhobener Zeigefinger oder Hand. Z.B. möchte ich, dass die Katze in der Küche nicht auf die Arbeitsfläche springt. Möglichst in dem Moment, in dem die Katze hochspringt, sage ich deutlich "Nein", nehme die Katze und setze sie runter. Dieses muss ein paar Mal wiederholt werden, bevor die Katze lernt, was „Nein“ bedeutet.

 

Tipp Nr. 6: Blinzeln

Wenn wir von unserer Katze etwas wollen, drücken wir das meist unmißverständlich durch unsere Körperhaltung aus: Wir spannen uns an, die Stimme bekommt Nachdruck und wir starren die Katze an. Starren ist für Katzen ein Ausdruck der Bedrohung. Daher verhält sich die Katze in solchen Situationen meist ablehnend.

Daher ist es wichtig, uns in solchen Situationen bewusst zu entspannen und der Katze zuzublinzeln. Blinzeln hat eine deeskalierende Wirkung und entspricht dem menschlichen Lächeln.

 

Tipp Nr. 7: Konsequenz

Die Erziehung von Katzen steht und fällt mit unserer Konsequenz. Lassen wir einmal das Verhalten, das wir nicht sehen wollen durchgehen, braucht es wieder einige Zeit und Konsequenz, bis das gewünschte Verhalten wieder andauernd gezeigt wird. Bekommt die Katze z.B. einmal vom unserem Teller etwas zu essen, wird sie beim jedem Essen betteln.